Wie Glück beim Kampf gegen den Terrorismus hilft. Wie Glück beim Kampf gegen den Terrorismus hilft.

Wir sollten jedem Menschen auf dieser Erde eine faire Chance geben, sein eigenes Glück zu machen und ein gutes Leben zu haben. Menschen, die eine Chance haben ihr Glück zu machen, haben etwas zu verlieren. Klingt nach esoterischem Weltverbesserer Gelaber oder? Ist es aber nicht.

Ein Beispiel:

Wenn wir hier Hühnchen essen, gibt es Hühnchenbrust, in seltenen Fällen auch mal eine Keule. Aber Hühnchenflügel isst hier keiner, weil es ziemlich umständlich ist, sie zu essen. Jedes Hühnchen hat aber Flügel, die auch genießbar sind.
Aufgrund des BSE-Skandals dürfen diese nicht als Tiermehl in Aquakulturen verfüttert werden.
Stattdessen werden sie zu Dumpingpreisen nach Afrika verkauft. Die lokalen Geflügelerzeuger können mit den „Reste-Preisen“ der europäischen Produzenten nicht mithalten und gehen reihenweise Pleite. Die Versuche sich mit Importzöllen zu schützen werden von der EU mit allen Mitteln bekämpft.

 

Es ist nur ein Beispiel, wie unsere Gesellschaft Menschen systematisch ihrer Existenz beraubt, nur um unser Wirtschaftswachstum um ein paar Nachkommastellen zu optimieren.

Wer seine Existenz verliert, hat nicht mehr viel zu verlieren. Wer nichts mehr zu verlieren hat, ist deutlich leichter zu radikalisieren. Indem wir unsere Wirtschaft bis zum Anschlag optimieren radikaleren wir Menschen. Es ist fraglich, ob die zusätzlichen Ausgaben für Überwachung uns Sicherheitsapperate, die so erwirtschafteten Gewinne nicht wieder auffressen.

Dabei ist das Problem, dass die Endkunden kaum erkennen können, was sie gerade kaufen. Um bei dem Hähnchenbeispiel zu bleiben: Ich kann auf einem Geflügelprodukt nicht erkennen, ob es z.B. aus verarbeiteten Hähnchenflügeln besteht oder ob die Flügel von dem Tier nach Afrika verschoben werden.

Der einzige Indikator für den Endkunden ist der Preis. Ein niedriger Preis deutet auf eine stark optimierte Lieferkette hin. Bei einer solchen Lieferkette ist fraglich, ob das Tier zu Lebzeiten gut behandelt wurde, der Produzent von diesem Preis dauerhaft gut leben kann oder Teile des Tieres in Afrika zu Dumpingpreisen verkauft werden.
Das Problem ist, dass der im Umkehrschluss ein hoher Preis nicht bedeutet, dass ein sowohl Mensch als auch Tier fair behandelt wurden. Es kann besser sein. Oder einer der (Zwischen)Händler verdient einfach nur besser.

Ich erwarte von unserer SOZIALEN-Marktwirtschaft, dass sie nicht nur auf maximalen Gewinn zielt, sondern auch dass sie jedem Menschen die Chance gibt, sein Glück zu machen. Das Glück der Menschen ist deutlich mehr Wert als ein halbes Prozent Wirtschaftswachstum.

Wenn wir jedem Menschen die Chance geben sein Glück zu machen, rotten wird den Terrorismus aus. Das ist ein langer uns sehr komplizierter Weg, aber er wird uns langfristig mehr Sicherheit bringen als jedes Antiterrorgesetz.

Foto: CC-BY Schnobby

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