iPhone Backdoor: Hintertüren in IT-Produkten schaden der Wirtschaft! iPhone Backdoor: Hintertüren in IT-Produkten schaden der Wirtschaft!

Apple weigert sich zurzeit dem Willen des FBI nachzukommen und eine Hintertür in das iPhone einzubauen. Wenn das FBI sich hier durchsetzt wird dies das Vertrauen der Kunden in die Integrität von Apple Produkten nachhaltig schädigen.
Smartphones haben schon lange die Rolle des erweiterten Gehirns übernommen. Sie speichern Fotos, Termine und viele andere Informationen, die im Zweifelsfall niemanden etwas angehen. In Deutschland hat das Bundesverfassungsgericht das „Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme“ als Folge der Onlinedurchsuchungen durch den Verfassungsschutz in NRW geschaffen.
Dieses Recht unterstreicht, wie wichtig es ist, das Computer, Smartphones usw. nicht ausgeforscht werden dürfen. Wie wir alle wissen scheren sich andere Staaten nicht um deutsches Recht.

Wie kann Apple auf ein x-beliebiges iPhone zugreifen?


Apple kann über den iTunes Store Anwendungen auf einem iPhone installieren, aktualisieren und deinstallieren. Diese können beliebigen Code enthalten incl. Jailbreak etc.. Auch können Updates für das iOS-Betriebssystem übertragen werden. Auch diese können beliebigen Code enthalten.
Dieser Code kann beispielsweise Daten an eine beliebige Stelle übertragen oder die Bildschirmsperre deaktivieren. Für den Nutzer ist es unmöglich festzustellen, ob sein iPhone solchen Code enthält.
Das heißt, der Nutzer muss Apple vertrauen, dass das eigene iPhone nur das macht, was es soll. Kontrolle: Unmöglich.

Vertrauen

Wenn Apple für das FBI eine Hintertüre baut, wird das auch Begehrlichkeiten von anderen Diensten wecken. NSA, DHS, DoD sind hier nur der Anfang. Blackberry wurde 2015 massiv von Pakistan genötigt, den pakistanischen Behörden Zugriff auf Blackberry E-Mails zu ermöglichen.
Ist der Damm hier einmal gebrochen, stehen die Nachrichtendienste alle Länder Schlange. Da es sich hier um eine zentrale Infrastruktur handelt, kann ein Nachrichtendienst der Zugriff auf diese Infrastruktur hat, im Zweifelsfall alle Geräte abhören. Selbst eine Beschränkung auf bestimmte Länder bietet keinen Schutz. Wer lässt schon freiwillig das Smartphone Zuhause, wenn es in den Urlaub geht. Ein China-Urlaub und man braucht ein neues Smartphone. Guckt man sich die Notstandsgesetze in Frankreich an, muss man gar nicht bis nach China oder die USA fahren. Und wer denkt in Zeiten des Schengenlandes schon über unterschiedliche Nachrichtendienstbefugnisse nach, wenn er nur mal kurz über die Grenze fährt?

Schäden

Firmen, die dazu genötigt werden, die Daten Kunden ohne deren Einwilligung herauszugeben, verlieren das Vertrauen der Kunden. Steht eine Alternative zur Verfügung, wechseln Kunden schnell zu alternativen Anbietern. Google, Apple und Microsoft sind die wichtigsten Smartphonehersteller und US-Amerikanische Firmen. Sie unterliegen direkt US-Amerikanischen Gesetzen und Rechtsprechung. Samsung, HTC & Co. hängen über Android direkt am Google Playstore und würden damit als vertrauenswürdige Alternative auch ausscheiden. Als Alternative gibt es noch Blackberry aus Canada, das den USA aber in Spionagefragen sehr nahe steht.

Verhältnismäßigkeit

Das FBI fordert eine Hintertür, die potenziell auf jedem der eine Milliarde im Umlauf befindlichen iOS-Geräte einsetzbar ist, um Zugriff auf die Daten eines einzigen Gerätes zu erhalten. Der Besitzer des Gerätes ist tot. Selbst, wenn durch die Daten auf diesem einem Gerät die Ermittlungen voran kommen sollten, ist es vollkommen unverhältnismäßig die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von einer Milliarde iOS Geräten zu gefährden, um in einem Fall weiter zu kommen. Viel schlimmer noch: Es droht ein Dammbruch. Wenn die vom FBI unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung geforderte Hintertüre erst einmal da ist, wird diese auch eingesetzt werden. Am Anfang für den ‘Kampf gegen den Terror’, später für die Aufklärung von Steuervergehen oder gar zur Wirtschaftsspionage. Niemand kann sich mehr sicher sein, ob oder wann er überwacht wird. Es droht ein vorauseilendes Wohlverhalten oder das, was man dafür halten mag. Wir nähren uns Zuständen, wie in George Orwells Dystopie 1984 beschrieben mit einem großen Schritt.

Fazit

Vertrauen ist mit die wichtigste Währung der IT-Industrie. Ist dies einmal verspielt, ob durch eigens Verschulden oder, weil die Regierung dies erzwingt ist es kaum wieder herzustellen. Die Kunden stimmen mit den Füßen ab. Apple Chef Tim Cook weiß das und wehrt sich zurecht mit Händen und Füßen gegen diesen unverhältnismäßigen Eingriff ein die Integrität der von ihm verkauften Produkte.

“Dafür stehe ich mit meinem Namen” heißt es in einer deutschen Babybrei Werbung. Tim Cook & Apple müssen mit ihrem Namen weltweit ausbaden, was ein US-Bezirksrichter angerichtet hat, wenn sie sich dem US-Recht beugen.

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